Niemand legte es der Ergotherapeutin Dian Fossey aus Kentucky in die Wiege, dass sie einmal als Zoologin und Verhaltensforscherin mit Schwerpunkt Berggorillas weltberühmt werden sollte. Die Romanbiografie, ein Debüt der talentierten Autorin Elisa Jakob, setzt ein im Jahre 1974. Dian Fossey kehrt nach Karisoke, ihrem Gorillaforschungscamp im Schutzgebiet des Volcanoes-Nationalparks in Zentralafrika zurück, um die Beobachtungen an „ihren“ Berggorillas fortzusetzen.
Mitreißend wird erzählt, welche Freude die Tiere in der Forscherin auslösen, wie vehement sie gegen Wilderer und Jäger vorgeht. Keiner, selbst ihr extra angereister Verlobter, kann sie von ihrem Plan abhalten, mit und bei den Berggorillas zu leben, deren Lebensweise zu ergründen und für die Nachwelt festzuhalten. Natürlich werden auch die dunklen Seiten von Dians Lebensweise nicht verschwiegen, seien es eine ungeplante Schwangerschaft, der Verlust ihrer Wertsachen u.v.m. Erhellende Anmerkungen der Autorin und weiterverweisende Literaturempfehlungen runden das großartige Buch ab, dem man, wie allen Bänden der Reihe, viele Leser:innen wünscht.

Rezension zu „Die Mutter der Berggorillas“ von der ekz. bibliotheksservice GmbH
– Autorin der Rezension: Martina Martens