Die Romanbiografie über Königin Victoria (1819–1901) setzt zu Weihnachten 1865 ein: Seit vier Jahren trauert sie um ihren geliebten Ehemann Albert. In Rückblenden entfaltet die Autorin Victorias Ehealltag, das Familienleben mit den Kindern, die auf sie verübten Attentate und ihre Entwicklung zur verantwortungsvollen Königin eines Weltreichs. Besonders anrührend sind die zärtlichen Momente zwischen Victoria und Albert sowie die Schilderungen von seinem frühen Tod, Szenen, die manche Leserin zum Taschentuch greifen lässt.
Elisa Jakob („Die Mutter der Berggorillas“, ID-A 1/24) führt die Reihe „Bedeutende Frauen, die die Welt verändern“ mit dieser sorgfältig recherchierten und sprachlich überzeugenden Romanbiografie würdig fort. Wunderbar wie nah die Autorin ihre Figur an die Leser:innen heranrückt: Victoria erscheint zugleich als verwundbarer Mensch und als souveräne Regentin, deren Haltung, Disziplin und Pflichtbewusstsein Vorbildcharakter gewinnen. Gerade die Verbindung aus faktentreuer Darstellung, erzählerischer Freiheit und emotionaler Nähe macht die Lektüre äußerst unterhaltsam und inspirierend.

Rezension zu „Queen Victoria“ von der ekz. bibliotheksservice GmbH
– Autorin der Rezension: Martina Martens